Bei welchen  Gehirnschädigungen kann die neuropsychologische Diagnostik und Therapie hilfreich sein?

Bei allen Funktionsstörungen des Gehirns, sei es durch einen Unfall oder eine Erkrankung kommt die Neuropsychologie zur Geltung:

  Schlaganfall bzw. Hirn-Infarkt oder Hirnblutung
  Schädel-Hirn-Verletzungen (Schädel-Hirn-Trauma nach Unfällen)
  Dementielle Erkrankungen
  Morbus Parkinson
  Multiple Sklerose
  Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis, Meningitis)
  Epilepsie
  Kontakt mit Giftstoffen
  Sauerstoffmangel (z.B. bei Herzstillstand)

 

Wann kommt eine neuropsychologische Behandlung auch für mich in Frage?

Eine neuropsychologische Behandlung ist für alle Menschen mit einer Hirnschädigung hilfreich. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine angeborene Funktionsstörung oder um eine im Laufe des Lebens zugezogene verletzungs- oder krankheitsbedingte Schädigung des Gehirns handelt. Es sollte zu keinem Zeitpunkt eine neuropsychologische Diagnostik und Behandlung vorenthalten werden.

Grundsätzlich kann man sagen: Die Chance, für eine Verbesserung der Symptome sind umso größer, je früher die neuropsychologische Behandlung nach einem schädigenden Ereignis begonnen wird.

 

Die neuropsychologische Behandlung umfasst aber auch die Betreuung der Angehörigen.

Denn nicht nur die Patienten, sondern auch deren Angehörige sind durch das Krankheits- bzw. Unfallgeschehen emotional belastet. Dabei geht es vor allem darum, den Angehörigen zu vermitteln, dass sie nicht alleine mit ihrem Schicksal sind. Ziel ist, eine Orientierungshilfe zu geben, vor allem aber Verständnis für den weiteren Lebensweg zu vermitteln.

Wenn man auf seinen Körper achtet,
geht's auch dem Kopf besser.

Jil Sander