Was ist eine neuropsychologische Untersuchung?

Am Beginn jeder Behandlung steht die Diagnose. Dieser Leitsatz aus der Medizin gilt auch für die Neuropsychologie.

Mittels der neuropsychologischen Untersuchung, die mehrere Sitzungen dauern kann, wird eine genaue Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen des Betroffenen erhoben. Dabei werden standardisierte Testverfahren verwendet.

Der Neuropsychologe benötigt für seine Arbeit keine Nadeln, Elektroden oder andere schmerzhafte Werkzeuge. So besteht die Überprüfung der Merkfähigkeit darin, dass der Patient eine Liste von Wörtern oder eine Reihe von Gegenständen dargeboten bekommt, um im Anschluss jene zu nennen, die er sich gemerkt hat. Auch kann der Computer im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung zum Einsatz kommen. Um mit dessen Hilfe Aussagen über das Reaktionsvermögen und die Aufmerksamkeit treffen zu können.

Bevor also die neuropsychologische Therapie bestimmter Hirnbereiche erfolgen kann, ermittelt der Neuropsychologe ein individuelles Leistungs- und Verhaltensprofil des Patienten. Auf Basis dieses Profils wird schließlich ein individuelles Therapieprogramm erstellt.

Der alte Arzt spricht Latein, der junge Arzt spricht Englisch, der gute Arzt spricht die Sprache seiner Patienten.

Professor Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr